Immer öfter bemerke ich, wie schnell Bilder und Bildideen sich einfach auflösen und auf unbestimmte Zeit im Nichts verschwinden. Gründe dafür gibt es viele, keiner davon ist jedoch auch nur einen Hauch von dem wert, was eine gute Bildidee oder ein wiedergefundenes Bild wert sein kann. Sie verschwinden in den unendlichen Jagdgründen meiner Gedanken, manche Bildideen sind aufgrund von mangelnder Realisierbarkeit von vornherein zum Verschwinden verurteilt, einige Bilder legt man aus Speicherplatznot “mal schnell” auf einem greifbaren Laptop ab, um sie dann nie wieder zu sehen.
Ja Leute, so läuft es. Bis eines verregneten Tages, wenn man eigentlich – und das mit Sicherheit – etwas Besseres zu tun fände, als in Bilderordnern von Annodazumal auf vergessene Bilder und eigentliche frühere Bildideen zu stoßen.
Und so ist es auch mit diesem Bild geschehen. Vergraben unter einigen hundert Fotos lag es da, neben seinen Geschwistern in Zeit und Motiv. Auch dieses Bild hatte seine ganz eigene Bildidee: Diesen einen magischen Moment, wenn die wärmenden Sonnenstrahlen zum ersten Mal über den Berg spitzeln und man sich wegen einer so banalen Sache seines Lebens freuen darf – diesen Moment festzuhalten.
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